TCM-Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Teilgebiert der Traditionellen Chinesischen Medizin (kurz: TCM). Sie besagt, dass der menschliche Körper von sogenannten Meridianen durchflossen wird. Dabei handelt es sich um Energiebahnen aus Körper-Qi – eine Form von Erregung und Lebensenergie. Die Meridiane öffnen sich an verschiedenen Punkten der Haut und erschaffen so ein Tor ins Innere. Sie befinden sich häufig in Vertiefungen, zum Beispiel in Beugefalten, an Knochenvorsprüngen oder zwischen Muskelansätzen. Durch äußere Reize, nämlich durch das Einstechen mit Nadeln, werden diese Akupunktur-Punkte stimuliert. Dadurch soll Einfluss auf den Energiefluss genommen und ein Mangel oder Überschuss an Qui ausgeglichen werden. Die klassische Akkupunktur kennt 361 Akupunktur-Punkte. Etwa die Hälfte davon wird tatsächlich genadelt.

In China entstand vor etwa 2.000 Jahre das klassische Werk der Akupunktur, das „Nanjing“. Grundlage war der Taoismus – eine Philosophie, die besagt, dass alle Dinge miteinander in Verbindung stehen. Gleichermaßen wird davon ausgegangen, dass ständiges Fließen und Veränderung ein Leben in Harmonie bedeutet. Krankheit bedeutet demnach Verlust oder Störung der Harmonie oder auch des Zusammenspiels zwischen der Welt und dem Menschen.

Akupunktur-Methoden

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  • Elektroakupunktur
  • Laserakupunktur
  • Injektionsakupunktur
  • Ohrakupunktur
  • Moxibustion

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Elektroakupunktur

Hierbei werden über die Nadeln zusätzlich elektrische Impulse in den Körper geleitet. Diese wirken knapp um die Einstichstelle schmerzbetäubend. Durch die Stromreize entfällt das Bewegen der Nadeln. Diese Art der Akupunktur wird bevorzugt bei Lähmungen und Nervenerkrankungen eingesetzt.

Laserakupunktur

Die Laserakupunktur ist der klassischen Akupunktur sehr ähnlich. Allerdings werden die Nadeln hier durch Laserstrahlen ersetzt. Das Verfahren wird insbesondere bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt, die das Stechen mit den Nadeln nicht so gut vertragen. Entwickelt wurde diese Variante in den Siebzigern des 20. Jahrhunderts, wo sie überwiegend bei schmerzhaften Problemen des Bewegungsapparates angewendet wurde. Heute wird die Methode auch für Raucherentwöhnungen eingesetzt.

Die Lasergeräte sind meist nur so groß wie ein Füllfederhalter und die Bestrahlung erfolgt mit einer Stärke von bis zu 20 Watt. Pro Akupunktur-Punkt dauert eine Behandlung in der Regel zwischen 15 und 20 Sekunden. Man setzt Laserbestrahlungen häufig auch großflächig ein, zum Beispiel zur Behandlung von Tinnitus oder schlecht heilender Wunden.

Injektionsakupunktur

Bei dieser Form der Akupunktur wird die Wirkung der Nadeln durch Arzneimittel verstärkt. Diese werden in die Akupunktur-Punkte gespritzt. Verwendet werden sowohl pflanzliche und homöopathische als auch neuraltherapeutische Medikamente.

Ohrakupunktur

Innerhalb der Akupunktur stellt die Ohrakupunktur ein besonderes Kapitel dar. Denn sie kann ganz unabhängig von der Körperakupunktur durchgeführt werden. Mehr als 100 Ohrreflexpunkte befinden sich im Bereich des Ohres. Diese stehen mit Körperabschnitten, bestimmten Körperfunktionen und Organen über einen sogenannten neuralen Reflex in Verbindung. Die Punkte können sowohl therapeutisch als auch diagnostisch genutzt werden.

Liegen beispielsweise Erkrankungen oder Beschwerden in einem Körperabschnitt oder Organ vor, so erweist sich der jeweils dazugehörige Ohrreflexpunkt als sehr empfindlich. Möglicherweise verändert er sich äußerlich sogar etwas. Durch Betasten des Ohres mit Hilfe einer Tastsonde ist es möglich, das Ohr als diagnostisches Heilmittel (Akupunktur-Massage) heranzuziehen.

Moxibustion

Ähnlich wie die Akupunktur ist auch die Moxibustion eine Methode der TCM und manchmal Bestandteil einer Akupunktur-Therapie bei Tinnitus. Übersetzen lässt es sich mit „Nadeln und Brennen“. Die Nadel wird erwärmt und an der entsprechende Stelle eingestochen. Die Wärme gelangt über die Akupunktur-Nadel in das Gewebe. Dies wirkt sich positiv auf die Tinnitus-Beschwerden aus und fördert so die Heilung.