Naturheilverfahren als Teil der Biologische Medizin

Das Naturheilverfahren ist der Oberbegriff für Anwendungen und Therapien aus dem weiten Feld der Naturheilkunde sowie der Alternativmedizin. Das Ziel des Naturheilverfahrens ist es, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und zu unterstützen. Als Naturheilkunde werden auch Teile der alternativen Medizin und der Komplementärmedizin bezeichnet, die wissenschaftlich nicht ausreichend anerkannt sind, und die Schulmedizin ergänzen. Im Gegensatz zu den alternativ-medizinischen Heilmethoden, lässt sich die Wirkungsweise der eigentlichen Naturheilkunde wissenschaftlich belegen. Akupunktur hat sich mittlerweile als wissenschaftlich bewiesene alternative Therapie-Form etabliert und wird besonders verstärkt bei Schmerz- und Migräne-Patienten eingesetzt.

Der Zweck des Naturheilverfahrens

Um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, werden natürliche Reize oder Mittel eingesetzt. Die vielfältigen Methoden des Naturheilverfahrens basieren also auf der Selbstheilung von Erkrankungen mit Hilfe natürlicher Wirkfaktoren.

Der Begriff des Naturheilverfahrens wurde definiert von dem deutschen Arzt Lorenz Gleich als „Heilung ohne Medikamente“ sowie „Entziehung von Blut“. Er setzte stattdessen auf die Nutzung von Kälte und Wärme, Umschlägen, Diäten sowie den Genuss von frischer Luft und kaltem Wasser.

Die Wirkfaktoren der Naturheilkunde im Einzelnen sind

  • Wasser, Luft und Licht,
  • Erde, Pflanzen und Mineralien,
  • Schonung, Bewegung, Klimafaktoren,
  • Zeiten sowie natürliche Ernährungsformen und Rhythmen.

Im Rahmen des Naturheilkundeverfahrens sollen der Stoffwechsel entlastet sowie eine Verbesserung der eigenen Leistung und Rückkehr zu den normalen Körperfunktionen erreicht werden. Die Naturheilkunde wurde aufgrund ihrer Wirksamkeit bereits vielfach in der Antike verwendet.

Die Anwendungsgebiete

Naturheilverfahren finden ihre Anwendung auf vielen Gebieten. In erster Linie kommen sie nach dauerhaften Schädigungen oder bei einer Behandlung von chronischen Erkrankungen zum Einsatz. Dabei handelt es sich häufig um Krankheiten, die zum Beispiel durch Schlaganfälle verursacht wurden. Naturheilverfahren gelten als sinnvolle Maßnahmen, die ergänzend zur Schulmedizin sowie bei Kuren angewendet werden. Die vielfältigen Arten der Behandlung machen zudem eine individuelle Behandlung für jeden Patienten möglich.

Verschiedene Methoden von Naturheilverfahren

Im Laufe der Zeit haben sich fünf Therapiearten herauskristallisiert, die in der Naturheilkunde gleichermaßen als die „fünf Säulen“ gelten.

Dazu gehören:

  • die Ordnungstherapie
  • die Hydro- und Thermotherapie
  • die Atem- und Bewegungstherapie sowie Massagen
  • die Phytotherapie
  • die Ernährungstherapie

Bei der Ordnungstherapie handelt es sich um ein Gesundheitstraining und ein Entspannungsverfahren. Die Basis bildet die Annahme, dass ein geregeltes Leben Wohlbefinden bedeutet. Gleichzeitig sollen dadurch mögliche Beschwerden gelindert werden, die durch eine stressige Lebensweise zustande kommen.

Die Hydro- und Thermotherapie verbindet den Einsatz von Wasser mit Kälte oder Wärme. Dazu gehören zum Beispiel Kneippsche Güsse, Wassertreten, feuchte Wickel und Packungen, Arm- und Bewegungsbäder, Dampfbäder, Druckstrahlgüsse etc. Bei der Atem- und Bewegungstherapie werden in erster Linie Massagen angeboten. Dazu zählen unter anderem eine Kolonbehandlung, Bindegewebsmassagen oder Unterwasser-Druckstrahlmassagen.

Die Phytotherapie beinhaltet den Einsatz von Pflanzenwirkstoffen. Diese werden dann zum Beispiel als Aufgüsse verordnet. Die Ernährungstherapie zielt wie der Name schon sagt auf eine gesunde Ernährung sowie eine individuell abgestimmte Diät ab. Dazu gehören zum Beispiel eine Vollwert- und Rohkost, Total- und Teilfasten sowie die Schroth-Kur (salzlose, eiweißarme, fettlose Kost). Naturheilverfahren unterstützen die Schulmedizin und setzen dabei auf ursprüngliche Wirkung der Natur , um die Selbstheilungskräfte zu stärken.